| 9 1/2 Wochen |
| Autoren K-O |
| Geschrieben von: McNeill, Elizabeth |
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Elizabeth McNeill 9 ½ Wochen Erinnerungen an eine Liebesaffäre Paperback, DIN-A 5 160 Seiten 15,- € ISBN 978-3-9806104-1-4 ********** Der Klappentext: »Aber du schlägst mich trotzdem«, flüstere ich, »auch wenn ich tue, was du sagst.« - »Ja«, sagt er. »Weil du mich gern schlägst«, flüstere ich. »Ja«, sagt er, »ich sehe gern zu, wie du zusammenzuckst, und ich halt dich gern fest, und ich hör dich gern betteln. Ich liebe die Laute, wenn du nicht mehr still sein kannst, wenn du dich nicht mehr beherrschen kannst. Ich liebe es, einen blauen Fleck an dir zu sehen und zu wissen, woher er stammt, Striemen auf deinem Arsch.« Die meisten Abende war ich mit Handschellen an der Couch angebunden oder am Tisch davor, in seiner Reichweite, zu seinen Füßen. Von dem Augenblick an, an dem ich die Tür seiner Wohnung hinter mir zumachte, hatte ich keine Wahl mehr, war hilflos, abhängig, ganz umsorgt. Niemand erwartete Entscheidungen von mir. Ich trug keine Verantwortung. Ich liebte das. Ich liebte das, ich liebte das, ich liebte das, ich liebte das. ********** Leseprobe: (Immer tiefer gerät die Ich-Erzählerin in den Bann ihres dominanten Geliebten, verfällt ihm immer mehr, absolviert immer extremere Gehorsamsprüfungen durch ihn - bis sie schließlich einen Nervenzusammenbruch erleidet und ihn nie wiedersieht ... - DER VERLEGER) S. 156 f.: »Jahre der immer wiederkehrenden Verstellung sind hinter mir: die Macht zu wissen, wie Ekstase geheuchelt wird, diese krämerhafte, klägliche Macht - stöhnkeuchkeuch, aahh, Liebling. ›Dynamit im Bett‹, flüstert ein Mann seinem besten Freund zu, als ich gerade das Wohnzimmer betrete - das ist erst wenige Jahre her. Ich bin bei diesem Mann nicht ein einziges Mal gekommen (...), ich habe mich in der Gewalt. Jetzt nicht mehr. Dieser Mann hat mich angenommen (...), er beherrscht mich, er kann mich haben, ganz, er kann alles haben. (...) ›Wir werden oft ins Kino gehen‹, sagt er, ›wenn wir das einmal durchgestanden haben, diese ... Phase, in der wir sind.‹ Er hat recht. Man muß so eine Phase wie die durchstehen. Die Sicht zu getrübt, gefährlich-betrunkenes Fahren auf steilen, engen, kurvenreichen Straßen, als führen wir über breite Autobahnen, mit 180 Sachen, es macht uns nichts aus, daß wir betrunken sind und weit jenseits der Geschwindigkeitsbegrenzung. Er treibt mich langsam weiter, (...) eine zweite (...) Ich treibe dahin. (...) Jetzt sind es zwei Monate, daß ich außer mir bin.« (Kurze Zeit später bricht sie nervlich zusammen - nicht nur die »Phase«, die ganze Beziehung ist zu Ende ... Die Ausgabe des Rowohlt Verlags stand lange auf dem Index der jugendgefährdenden Schriften; der Einleitungsteil befaßt sich ausführlich mit der Indizierungspraxis in Deutschland. DER VERLEGER) ********** Die SCHLAGZEILEN schrieben: Erzählt die Geschichte einer SM-Liebesaffaire aus der Sicht der Frau. Realistisch schildert die Erzählerin ihre Hingabe, ihre Lust, aber auch ihre Ängste. Ein Klassiker der SM-Literatur. Darja Behnsch (realer Name, Erotik-Autorin) schreibt auf Amazon.de: Das Buch weicht sehr vom Film ab. Während der Film doch noch einen Hauch sanftere Erotik dieser Szene widerspiegelt, geht es ihm Buch hart zur Sache. Es ist schon fast erschreckend! »Pipelette« aus Berlin schrieb auf Amazon.de: Zu intensiv fürs Leben »Vor vielen Jahren habe ich das dünne Buch zum ersten Mal gelesen - und es war, nach der Geschichte der O, mein zweites Buch zum Thema SM. Damals habe ich es gelesen wie im Rausch, und als ich es am Ende zur Seite legte, war ich nicht nur schockiert, sondern fühlte mich auch leer und erschöpft. Weil die geschilderte Geschichte so wahr und nah am Leben ist, dass es weh tut. Auch heute, über zehn Jahre später und mit weit mehr Abstand, ist es in meinen Augen noch immer die Diskrepanz zwischen Stil und Inhalt, die dem Text eine eigene Tragik verleiht: Geschrieben ist er in einer sachlichen, distanzierten Sprache, lakonisch und direkt, fast emotionslos - und dabei geht es doch ausschließlich um Emotionen tiefster, existentieller und bedrohlicher Art; gerade deshalb überträgt die Intensität der Geschehnisse sich so nachhaltig auf den Leser. Zum Beispiel, wenn die Protagonistin schildert, was ihr Liebhaber alles für sie tat, wie er sie pflegte, wusch, fütterte, ankettete und schlug. Und auf der nächsten Seite folgt nur der eine Satz: |
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